Workshops

KAUZ entwickelt Workshop-Konzepte, die ein aktives Engagement für eine Solidarische Lebensweise anregen und stärken sollen. Ein Workshop dauert ca. 3 Stunden und die meisten Workshops sind sowohl online als auch in Person durchführbar.

Das KAUZ-Team ist gerne bereit, einen unserer Workshops in Ihrer Organisation oder bei Ihrer Veranstaltung durchzuführen, wenn wir die Kapazitäten dafür haben. Schreibt uns dazu eine E-Mail an kauz@kollektiv-periskop.org

Auf Kosten Anderer?

Die Imperiale Lebensweise begreifen

Im Workshop „Auf Kosten Anderer?” beleuchten wir die modernen, oft unsichtbaren, Ausbeutungsstrukturen, die dem mitteleuropäischen Wohlstandsmodell zugrunde liegen. Dabei arbeiten wir mit dem Konzept der Imperialen Lebensweise. Es liefert eine Erklärung für folgende widersprüchliche Beobachtung: obwohl es ein zunehmendes Bewusstsein für Klimakrise und soziale Ungleichheiten gibt, spitzen sich beide Krisen zu. Wie ist das möglich und wieso braucht ein Wandel so lange?

Wir behandeln diese Fragen am Beispiel der Automobilität, welche im KAUZ-Video über die Imperiale Lebensweise thematisiert wird. Zunächst diskutieren wir die zentralen Aussagen des Konzepts. In einem zweiten Schritt wenden wir das Konzept auf Erfahrungen aus unserem Alltag an und stellen uns der Frage, inwiefern wir Teil der Imperialen Lebensweise sind und wo wir uns dieser widersetzen können. Der Workshop besteht aus einer Mischung aus audiovisuellen Input, Diskussion, Reflektion und Gruppenübungen.

Der Workshop kann sowohl in Person als auch online durchgeführt werden.

 

Ziele des Workshops

Eröffnung einer systemkritischen Perspektive auf soziale und ökologische Probleme durch Einführen des Konzepts der Imperialen Lebensweise
Reflektion und Diskussion der eigenen Verwicklung in die Imperiale Lebensweise
Identifikation von Möglichkeiten, die Imperialen Lebensweise zu überwinden

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an ein breites Publikum ohne spezifische Vorkenntnisse ab 16 Jahren. Vor allem richtet der Workshop sich an Menschen, die eher von der Imperialen Lebensweise profitieren und die gewillt sind, Ihre eigene Rolle in Bezug auf stabilisierende Machtstrukturen kritisch zu hinterfragen.

 

Die etwas andere Karte

Eine Kartierung struktureller Ausbeutung und solidarischen Alternativen

Wir leben in einer Welt voller Widersprüche: Ausbeutung und solidarische Alternativen liegen oft nah nebeneinander. Unser tägliches Leben spielt sich in einem System ab, das Ungleichheiten vorantreibt und stabilisiert und es für das Individuum nahezu unmöglich macht, nicht auf Kosten von anderen Menschen und der Umwelt zu leben. Vieles davon haben wir gelernt als normal zu akzeptieren und folglich nicht zu hinterfragen. Gleichzeitig entstehen in den Bruchlinien dieses Systems solidarische Alternativen, die im Hier und Jetzt eine Solidarische Lebensweise erproben. All diese vielfältigen Prozesse spiegeln sich in unserer Umgebung wider.

In diesem Workshop nutzen wir die Methode des kollektiven, kritischen Kartierens. Diese ermöglicht uns, die Normalität zu hinterfragen, mit der wir unsere Umgebung annehmen. Wir erforschen, welche Strukturen uns in unsolidarisches Verhalten drängen. Zugleich suchen wir im Workshop nach Beispielen für Strukturen, die ein sozial und ökologisch nachhaltiges Leben unterstützen und im Hier und Jetzt bereits verankert sind. Durch den Vergleich dieser beiden Perspektiven können wir unsere Wahrnehmung für unsere Umgebung schärfen und die entscheidende Frage stellen: Wie kann ein Umfeld aussehen, das eine solidarische Zukunft unterstützt? Im Workshop erkunden wir die unmittelbare Umgebung des Veranstaltungsortes und zeichnen unsere Beobachtungen auf Karten ein. Kollektive Kartierungen sind eine Möglichkeit, Beobachtungen und Alltagserfahrungen zu sammeln und in ihrem Kontext zu diskutieren. Verschiedene soziale Bewegungen rund um den Globus nutzen diese Methode, um Entwürfe für eine solidarische Welt zu entwickeln und zu kommunizieren.

Der Workshop ist nur als Präsenzworkshop durchführbar.

 

Ziele des Workshops

räumliches Verorten von Strukturen, die eine Solidarische Lebensweise begünstigen oder behindern
Ansatzpunkte finden, um in unserer Umgebung solidarische Alternativen zu fördern
Ermöglichen einer gemeinschaftlichen Lernerfahrung durch die kreative Methode des kollektiven Kartierens

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an ein breites Publikum ohne spezifische Vorkenntnisse ab 16 Jahren. Das Workshop Konzept eignet sich sowohl für die Durchführung mit bereits bestehenden als auch mit neuen Gruppen. Die ideale Gruppengröße liegt zwischen 10 und 18 Teilnehmenden. Es ist nicht entscheidend, ob die Teilnehmenden mit der Umgebung des Workshop-Ortes bereits vertraut sind.

 

Caring4future

Entwürfe einer solidarischen Zukunft

Medienberichte, Wahlplakate und die Demonstrationsschilder streikender Schüler*innen erinnern uns regelmäßig daran, dass unsere Lebensweise ökologisch und sozial langfristig nicht tragbar ist. Damit die Wirtschaft weiter wächst, werden vor allem Frauen*, Migrant*innen und die ökologischen Lebensgrundlagen ausgebeutet. Aber was würden Kinder in einer Gesellschaft lernen, die Fürsorge in ihr Zentrum stellt? Unter welchen Bedingungen würden Menschen in so einer Gesellschaft altern? Und wie würde Arbeit aussehen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen und nicht an Profitmaximierung orientiert?

In diesem Workshop wollen wir den Merkmalen einer solidarischen Care-Gesellschaft auf den Grund gehen, also einer Lebens- und Wirtschaftsweise, in der die Bedürfnisse von Menschen und Umwelt im Mittelpunkt stehen. In einer Gedankenreise erforschen wir individuelle und geteilte Elemente solidarischer Zukunftsentwürfe. Ein kurzes Video gibt Anregungen zum Konzept der Solidarischen Lebensweise angelehnt an die Überlegungen des I.L.A.-Kollektivs. Anschließend diskutieren wir anhand konkreter Beispiele verschiedene Strategien für einen Wandel zu einer Solidarischen Lebensweise.

Der Workshop kann sowohl in Person als auch online durchgeführt werden.

 

Ziele des Workshops

Erkunden eigener und gemeinsamer Vorstellungen einer Solidarischen Lebensweise mit besonderen Fokus auf Sorge
Kennenlernen und Diskutieren von Wandel-Strategien verschiedener Initiativen und Projekte
Ermutigung, selbst für den Wandel in Richtung Solidarische Lebensweise aktiv zu werden

Zielgruppe

Der Workshop ist für ein breites Publikum ab 16 Jahren gedacht. Es wird kein spezifisches Vorwissen vorausgesetzt, sondern lediglich die Bereitschaft, sich mit eigenen Utopien auseinanderzusetzen und Unterschiede und Widersprüchlichkeiten anzuerkennen.

 

Dieser Workshop wurde in Kooperation mit dem Kollektiv radix entwickelt.

 

Flugmodus ausschalten

ein Planspiel zum sozial-gerechten Rückbau eines Flughafens

Die Klimakrise ist untrennbar mit den entscheidenden sozialen Fragen der Zukunft verknüpft. Dennoch werden soziale Gerechtigkeit und Umwelt immer wieder gegeneinander ausgespielt – wobei beide verlieren. Das Konzept „Just Transition“, ursprünglich von Gewerkschaften entwickelt, besagt im Kern, dass der Umbau der Wirtschaft demokratisch gestaltet und nicht auf dem Rücken von Beschäftigten und sozial Benachteiligten ausgetragen werden darf.

Am Beispiel der Flugindustrie machen wir bei diesem Planspiel erfahrbar, wie ein solcher Prozess ausgestaltet werden könnte. Die Teilnehmer*innen schlüpfen in unterschiedliche Rollen aus Politik, Industrie, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft und erarbeiten in mehreren Verhandlungsrunden eine gemeinsame Position zum sozial-gerechten Rückbau eines Flughafens. Eine anschließende Reflexion des Spiels führt zu einem tieferen Verständnis für die unterschiedlichen Positionen und Dynamiken im Planspiel.

Der Workshop kann sowohl in Person als auch online durchgeführt werden.

 

Ziele des Workshops

Erfahrbar machen der Komplexität und unterschiedlichen Perspektiven auf den nötigen Umbau unserer Wirtschaft und unseres Transportsystems
Diskutieren und Entwickeln von sozial-gerechte Transformationspfaden
Vermitteln von Hintergrundinformationen zu Fakten und Akteur*innen für einen gerechten Übergang in der Flugindustrie

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an ein breites Publikum ohne spezifische Vorkenntnisse ab 16 Jahren. Das Planspiel eignet sich, um Ansatzpunkte des Konzepts Just Transition zu vermitteln, sowohl Personen, die in ihrer tatsächlichen Arbeit mit dem Thema konfrontiert sind, als auch jenen, die noch keine Vorerfahrung mitbringen. Die ideale Gruppengröße liegt zwischen 12 und 18 Personen.